In der Gemeinde Oensingen, in der Klus, befindet sich eine wichtige archäologische Fundstelle: die Rislisberghöhle.
Vor rund 15 000 Jahren nutzten Menschen die Rislisberghöhle als vorübergehenden Wohnplatz und hinterliessen dabei eindrückliche Spuren. Bei archäologischen Grabungen in den 1970er-Jahren kamen Tausende von Steinwerkzeugen und Knochenresten zum Vorschein. Unter den Funden befand sich auch das älteste bekannte Kunstwerk des Kantons Solothurn: der Kopf eines Steinbocks, eingeritzt in ein kleines Knochenplättchen – eine wahre «Postkarte aus der Eiszeit». Heute ist dieses einzigartige Objekt im Archäologischen Museum Kanton Solothurn in Olten ausgestellt und zählt zu den Highlights der kantonalen Sammlung.
Der Kiwanis-Club Oensingen‑Bechburg hat sich am 25. April dieser bedeutenden Fundstätte angenommen und den stark beschädigten Weg zur Rislisberghöhle mit grossem freiwilligem Einsatz saniert. Über 20 Kiwaner sowie Familienangehörige erneuerten Treppen, sicherten abrutschgefährdete Stellen und befreiten den Weg von losem Geröll. Dank dieser umfangreichen Arbeitsleistung ist der Zugang zur Höhle nun wieder sicher begehbar und auch für Personen ohne alpine Erfahrung gut passierbar.



